A-B-C - nicht in der 1. Klasse, aber erstklassig!

Die Gefahren an der Einsatzstelle stellen die Feuerwehr immer wieder vor große Herausforderungen.

Heute haben wir uns mit dem Thema ABC (atomare, biologische und chemische Gefahrenstoffe) auseinandergesetzt. Hierzu musste unsere Mannschaft auf dem HLF und LF im Rahmen einer Einsatzübung unter schwerem Atemschutz und mit speziellen Spritzschutzanzügen (sogenannte CSA - Form 2) eine solche ABC-Lage abarbeiten.

Dargestellt war ein Verladeunfall, bei dem ein IBC (eine Gitterbox-Palette mit integriertem Kunsttstoffbehälter) mit einem zu diesem Zeitpunkt noch unbekannten Gefahrgut (Salzsäure, Kemmlerzahl 1789) beschädigt wurde. Der Fahrer - problematischerweise auch noch der deutschen Sprache nicht mächtig (siehe auch das polnische Kennzeichen) - und die Verladehelfer klagten über starke Atemwegsreizung und fühlten sich extrem unwohl. Neben der sofort eingeleiteten Menschenrettung und Sicherstellung des Brandschutzes wurde die Gefahr rasch eingedämmt, indem der Container abgedichtet und somit ein weiteres Auslaufen gestoppt wurde.

Zeitgleich wurde eine Möglichkeit zur Notdekontamination aufgebaut, um die weitere Sicherheit der Geretteten wie auch der Einsatzkräfte zu gewährleisten.

Auch diese Übung hat wieder die Stärken unserer Wehr gezeigt und dennoch stößt man immer wieder auf Optimierungspotenzial, das natürlich im Nachgang ausgiebig unter Mannschaft und Führungskräften besprochen wurde. Dabei auch einen ganz herzlichen Dank an die Kameraden, die diese Übung so akribisch vorbereitet haben!