Unsere Geschichte

Seit 1873 für die Sicherheit der Obermenzinger!

Nachfolgend eine Chronik über die Entstehung der Freiwilligen Feuerwehren und der Obermenzinger Wehr.

Abschnitte unserer Geschichte

Vor der Gründung

1811: In München wird am 23. Januar unter König Maximilian I. Joseph die Bayerische Landesbrandversicherungsanstalt gegründet, der historische Anfang der Versicherungskammer Bayern.

1820:  Aufgrund allerhöchster Entschließung der Königlich Bayerischen Regierung vom 15. Januar werden sämtliche Königlichen Land- und Herrschaftsgerichte aufgefordert, die Vorschriften der Allgemeinen Feuerlöschordnung vom 30. März 1791 aufs Neue in allen Gemeinden ihres Amtsbezirkes verkünden zu lassen.

1848: Erstmalige Verwendung des Begriffes „Feuerwehr" in der „Karlsruher Zeitung" und amtliche Übernahme im Badischen Bürgerwehrgesetz vom 3. April 1848.

1865: Kauf von zwei neuen Feuerleitern, laut Rechnung um 6 Gulden 12 Kreuzer.

1867: Gründung des Oberbayerischen Feuerwehrverbandes in Freising (26.12.). Mitinitiator ist der damalige 2. Vorsitzende der Freiw. Feuerwehr München Ludwig Jung.

1868:  Erster Bayerischer Feuerwehrtag im fränkischen Gunzenhausen und Grün­dung des Bayerischen Landesfeuerwehr­verbandes am 13. April. Erster Vorsitzen­der ist Ludwig Jung. Das Organ des Verbandes ist seit Januar 1868 die „Zeitung für das Feuerlöschwesen“, das bis 1941 erschien.

1869: Gründung der Landesfeuerwehr-Unterstützungskasse. Zur Beihilfe für ärztliche Kosten, Tagegeld, Witwen- und Waisenunterstützung.

1870: Gründung der Bezirks-Feuerwehrverbände links und rechts der Isar gemäß den Landgerichtssprengeln am 6. November in Schwabing - ebenfalls unter Ludwig Jung. Der Zweck der Verbände ist die gegenseitige Unterstützung bei Feuersbrünsten, einheitliche Gestaltung und Ausbreitung des Feuerlöschwesens.

1871: Formierung der lokalen Freiw. Feuerwehr als noch nicht eingetra­gener Verein.

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Die ersten Jahre

1873: Eintragung der Obermenzinger Wehr in die Grundliste des Bayerischen Landes-Feuerwehrverbandes. Somit gilt die Freiwillige Feuerwehr Obermenzing als gegründet.

1875: Die Gemeinde Obermenzing mit Blutenburg und Pipping hat 315 Einwohner.

1876: Bau eines Feuerhauses (heute: Ecke Betzenweg/Pippinger Straße). Die Kosten beliefen sich wohl nach dem Angebot des Zimmerermeisters Johann Hierholzer aus Pasing vom 28. Juni 1875 auf 618 Gulden.

1877: Die Gemeinde kauft zwei Kupplungsstücke, zwei Stützstangen für die vorhandene Leiter und eine Schlauchhaspel. Entsprechend §52 der Feuerlöschordnung werden auch eine Branddirektionsstandarte aus rotem Tuch und eine rote Laterne beschafft. -» „Der Platz der Branddirektion ist bei Tag durch eine rote Fahne, bei Nacht durch eine rote Laterne zu kennzeichnen“.

1882: Guido Storz lässt sich die noch heute verwendete Storz-Kupplung in Konstanz patentieren.

1887: Gründung der Sterbekasse des Bayerischen Landes-Feuerwehr-Verbandes am 30. Dezember zur Unterstützung der Hinterbliebenen bei Todesfällen im Feuerwehrdienst.

1893: Zur einheitlichen Zuwendung von Speisen und Getränken im Brandfalle werden für die Löschmannschaft Erfrischungsmarken im Werte von 50 Pf. ausgegeben.

Zum 14. Deutschen Feuerwehrtag vom 22. – 25. Juli in München kommen Feuerwehrabordnungen aus dem ganzen Reich und Österreich. Der Bayerische Feuerwehrverband zählt 380.000 Mann in 7.200 Feuerwehren.

1894: 30. Bezirks-Feuerwehrversammlung München am 29. April in Solln. Wichtiger Tagesordnungspunkt: Die Benützung der Odelgruben bei Bränden soll tunlichst unterbleiben.

1895: Der Gemeinderat beschließt die Anschaffung von zwei Petroleumlampen, drei einholmigen Dachleitern und zwei zweiholmigen Rettungsleitern.

1897: Weitere Nachrüstung der Wehr mit zwei Petroleumfackeln, neuen Saugschläuchen und 100 m gewöhnlichen Schläuchen.

1898: Einführung des Fahrrads bei Einsätzen. Das Königliche Staatsmi­nisterium des Inneren hat am 22. Dezember 1898 die Ministerial-Entschließung für die Benutzung des Fahrrads im Feuerwehrdienst erlassen.

In der Villenkolonie I und II werden je eine Schlauchhaspel mit 60 m Schläuchen für Löschzwecke deponiert.

1899: 25-jähriges Gründungsfest mit Standartenweihe am 4. Juli 1899. Die Freiwillige Feuerwehr Langwied ist der Patenverein. Die Standarte ist seit Kriegsende verschwunden.

1900: Wiedereinführung einer Nachtwache auf Gemeinderatsbeschluss vom 2. Februar.

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Erste Hälfte des 20. Jahrhunderts

1901: Festlegung der Ausrückungsbezirke in der Bezirksfeuerwehrversammlung vom 19. Mai in Grünwald: Obermenzing rückt nach Allach, Aubing, Langwied-Lochhausen, Pasing und Untermenzing aus.

Die Gemeinde lässt sich zwei Pläne für den Neubau eines Feuer­hauses an der Allacher Straße (heute: Pippinger Straße 102) erstellen. Variante 1: 5.840 Mark, Variante 2: 7.105 Mark. Beide Ausführungen werden jedoch nicht realisiert.

1903: Anschaffung eines Hydrantenwagens für die Villenkolonie II. Unterbringung in einem Geräteschuppen gegenüber der Gaststätte „Jagdschloss“ an der Alten Allee.

1906: Eingliederung der in Neu-Pasing aufgestellten Mannschaft in die Obermenzinger Wehr. Diese 27 Mann sind nicht uniformiert und auch nicht an den Übungen beteiligt. Es sind unterstützende Mitglieder.

1908: Neueinkleidung der Wehr. Es wurden Uniformen aus schwarzem Tuch als Standard für ganz Bayern festgelegt. Mit der Neuuni­formierung wird auch die Beschaffung und Ergänzung der persönlichen Ausrüstung vollzogen - mit Unterstützung von 200 Mark aus der Gemeindekasse.

1912: Kauf von zwei neuen Hydrantenwagen für Pipping und für die Beamtenkolonie der Kgl. Bayer. Eisenbahn- und Postverwaltung im Wert von je 450 Mark, letzterer untergebracht im Nebengebäude der Gaststätte „Grüner Baum".

1913: Erweiterung des Gerätehauses an der Allacher Straße durch das Baugeschäft Johann Schalk aus Pasing. Kosten: 1.067 Mark. Der benötigte Grund wird aus Gemeindemitteln finanziert.

1914: Kommandant Josef Grandl gedenkt auf der Jahreshauptversammlung der patriotischen Gesinnung der Feuerwehren, indem er die Anwesenden auffordert, auf „unseren Hohen Protektor, Sr. Majestät König Ludwig III.“ ein dreifaches „Gut Heil“ auszubringen.

Ausbruch des Ersten Weltkrieges am 1. August. 23 Wehrmänner werden zu den Waffen gerufen.

1915: Einstimmiger Beschluss, die im Felde stehenden Kameraden durch die Vereinskasse zu unterstützen und zu diesem Zweck dem Krieger- und Veteranenverein Obermenzing sofort 100 Mark zuzuweisen. Es waren
39 Mann an der Front und nur 37 Mann verblieben in der Heimat.

1917: Aufruf des Bürgermeisters Georg Oberpriller am 4. Juli an alle feuerwehrdiensttauglichen Männer zwischen 16 und 60 Lebensjahren zum Eintritt in die Feuerwehr. Es sind 86% der Feuerwehrmänner im Feindesland.

1918: Generalversammlung ausgefallen, da die bevor­stehende Neuwahl wegen der noch zum größten Teil im Felde stehenden Mannschaft nicht vorgenommen werden konnte.

Die Wehr sandte ihren Kameraden an der Front im Laufe des Krieges „Liebesgaben“ im Gesamtwert von 850 Mark. 49 Kameraden sind zum Waffendienst eingezogen.

1919: Erste Generalversammlung nach dem I. Weltkrieg. Der bis auf ein kleines Häuflein dezimierte Feuerwehrverein begrüßt die aus dem Feld Heimgekehrten mit dem Vereinsgruß „Gut Heil“ und gedachte der 17 ge­fallenen Kameraden.

1920: Großbrand im Kaufhaus Ziegler in der Westlichen Hofstraße (heute: Verdistraße 48). Dieser gibt Anlass zum Bau eines Gerätehauses östlich der Bahnlinie.

1921: Die Errichtung eines Feuerhauses auf dem Gemeindegrundstück an der Ludwigsfelder Straße (heute: Härtingerstraße 10) wird beschlossen. Den ausführenden Firmen wird die Auflage gemacht, in erster Linie Obermenzinger Gewerbetreibende und Arbeiter heranzuziehen.

Übergabe des neu errichteten Gerätehauses mit Sanitätsraum am 1. Oktober. Das Feuerhaus wurde mit einem Kosten­aufwand von 21.295 Mark errichtet.

Der Sanitätsraum wurde der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Obermenzing e.V. zur Unterbringung ihrer Ausrüstung und Gerätschaft überlassen.

1922: Die Stärke der Wehr beträgt 48 Mann in Kompanie I und 45 Mann in Kompanie II.

1923: Einstimmige Festsetzung einer Strafe für unentschuldigtes Fernbleiben von Übungen auf 1 Liter Bier.

Die Beiträge für passive Mitglieder werden wegen der Inflation auf 1.000 Mark erhöht. In Betracht kommen nur Hausbesitzer, Hausbesitzerssöhne und Gewerbetreibende im Alter von 17 - 60 Jahren.

Für neue Feuerwehrschläuche wird ein Betrag von 834.850 Mark bewilligt.

1924: Die Beschaffung von zwei Sirenen wird bis nach der Indienststellung des neuen Glockengeläutes zurückgestellt.

1925: Feuerhausneubau für die I. Kompanie mit einer Wohnung für Gemeindebedienstete. Mit den erforderlichen Architekturarbeiten sind die Gebr. Ott betraut. Die Baukosten beliefen sich auf 30.260 Mark.   

1926: Übergabe und Einweihung des neu gebauten Gerätehauses am heutigen Zehentstadelweg im Rahmen des Gründungsfestes.

1927:  Motorisierung der Wehr: Empfang des automobilen Löschzuges vor der Gaststätte "Grüner Baum", anschließend Löschprobe an der Würm vor der St. Georg-Kirche und Vollzug der Übergabe durch den zweiten Bürgermeister Herrn Dr. Stiegler im Hof der Mühle. Gesamtkosten 19.750 Mark.

Installation einer pneumatischen Sirene auf dem Feuerwehrhaus und einer elektrischen Sirene auf dem Dach des Kaufhauses Ziegler, Westliche Hof­straße (heute: Verdistraße 48).

Einbau von 27 Unterflurhydranten in das im Jahre 1911 installierte Wasserleitungsrohrnetz. Die Kosten von 2.160 RM wurden durch die Gemeindekasse übernommen. 

1931: Der Pausenhof der neuen Schule an der Grandlstraße wird neuer Übungsplatz.

1933: Kauf einer mechanischen Autodrehleiter. Kosten: 5.950 Reichsmark; Steighöhe: 19,5 m.

Am 7. Mai, nach dem Festgottesdienst zur 60-Jahr-Feier, kirchliche Weihe zusammen mit dem Mannschaftsauto und der Motorspritze. Die Ausrüstung und Geräte haben einen Wert von 46.986 Reichsmark.

1934: Die Gemeinde erwirbt ein Personenauto der Marke „Horch“ als Kommando­wagen.

1936: Erhebung einer gemeindlichen Feuerschutzabgabe von jedem Hausbesitzer in Höhe von 5 Reichsmark, aktive Wehrmänner sind befreit. Die Versor­gung der Wehr mit allem Notwendigen erfolgt jetzt durch die Gemeinde. Einführung der Reichsnormalkupplung A, B, C und D bei allen deutschen Feuerwehren, welche auf das Patent von Guido Storz aus dem Jahre 1882 zurückgeht.

1937: Die Feuerwehr ist zum behördlichen Sicherheits- und Hilfsdienst eingeteilt und muss 16 Mann und einen Führer zu einem Löschzug stellen. Sie wird vom Verein zur Wehrorganisation mit Polizei­befugnissen besonderer Art umgestaltet. Der Vorstand Wolfgang Grandl bittet deshalb seines Postens enthoben zu werden.

1938: Eingemeindung nach München am 1. Dezember. Die Freiwillige Feuerwehr Obermenzing wird als „Löschzug 25“ von der Freiwilligen Feuerwehr München übernommen. Die 2. Abteilung in der Verkehrsbeamtenkolonie wird gänzlich aufgelöst, die Gesamtstärke der Wehr auf 38 Mann reduziert.

Die Freiwilligen Feuerwehren wer­den zur Techni­schen Hilfspolizei und die Berufsfeu­erwehren zur Feuerlöschpolizei. Damit verlieren die einzelnen Feuer­wehren die Form eines rechtsfähigen Vereins, das Stadtwappen wurde durch das Hoheitszeichen der Polizei ersetzt.

1939: Das Löschfahrzeug und die Leiter werden bei Kriegsausbruch eingezogen und als Ersatz wird ein altes Fahrzeug der Marke Saurer, Baujahr 1912, zur Verfügung gestellt.

1942: Die Wehr erhält ein neues Löschgruppenfahrzeug mit Tarnanstrich, ein LLG, bestehend aus dem Kraftfahrzeug (Mannschafts- und Gerätewagen) und dem Einachsanhänger mit einer tragbaren Kraftspritze TS 8/8.

Erster großer Luftangriff auf München am 20. September 1942 mit rund 150 Toten, ca. 400 Verletzten, rund 6.000 Münchner werden obdachlos. Bis Kriegsende werden bei 71 Luftangriffen mehr als 22.000 Brände entfacht. 25.700 Gebäude werden teilweise oder total zerstört, 53.800 Gebäude beschädigt. 15.800 Personen werden verletzt und 6.200 sterben.

1944: Die Rettung der Asamkirche

Nach einem schweren Luftangriff in der Nacht vom 24. auf den 25. April wird die St. Nepo­muk-Kirche an der Sendlinger Straße durch beherztes Eingreifen der Obermenzinger Wehr vor der totalen Zer­störung bewahrt.

1945: Sich zurückziehende SS dringt in den letzten Kriegstagen in das Feuerwehrhaus ein und flüchtet trotz Einspruch des Kameraden Johann Grottauer mit dem Löschfahrzeug. Die Berufsfeuerwehr stellt als Ersatzfahrzeug einen Magirus M40S, Baujahr 1932. In den Wirren des Kriegsendes verschwindet auch die Standarte der Wehr.

1947: Wiederformierung der Wehr. Am 15. März ruft Kamerad Hans Reichert die Männer der Wehr zusammen, um sie neu zu formieren und die alte Tradition als Verein fortzuführen. Die Feuerwehr wird nun wieder ein Verein bürgerlichen Rechts.

1949: Abschluss des organisatorischen Wiederaufbaus der Freiwilligen Feuer­wehr München. Es bestehen nun 19 Lösch­gruppen mit 355 Feuerwehrmännern.

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Zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts

1951: Einführung des Farbtons Feuerrot (RAL 3000) für den Aufbau von Feuerwehrfahrzeugen.

1952: Einführung des Funkrufnamens „Florian“ bei der BF Hamburg, der am 13. Juni 1975 in einem Normblattentwurf aufgenommen wird.

1953: 80-jähriges Gründungsfest mit Fahnenweihe am 28. Juni. Zu diesem Jubiläum wird das LF 15 neu lackiert, das Gerätehaus bekommt innen und außen einen neuen Anstrich, die Tore werden repariert und frisch gestrichen.

1955: Einführung der Feuerwehralarm-Telefonnummer 112 am 15. April in der Landeshauptstadt München.

1957: Brandstiftung in Obermenzing. Zwei Großbrände am 1. Januar 1957 in den landwirtschaftlichen Anwesen der Kameraden Johann Müller und Wolfgang Grandl, Pipping. Vernichtung von Futtervorrat und Evakuierung des Viehbestandes in beiden Höfen. Der Täter konnte bei der dritten Brandstiftung festgenommen werden.

1959: Einführung der Leistungsprüfung Stufe 1 für die Feuerwehren in Bayern. Die Leistungsprüfung wurde bis 1974 kontinuierlich auf 6 Stufen erweitert.

1966: Fünf Kameraden werden als Atemschutzgeräteträger an der Bayer. Landesfeuerwehrschule in Regensburg mit dem Pressluftatmer DA58/1600 ausge­bildet. Sie sind die ersten Atemschutzgeräteträger der Freiwilligen Feuerwehr München.

1967: Ausrüstung des Tanklöschfahrzeuges mit einem Sprechfunkgerät Typ FuG 7b. Es beginnt die Einführung des Fahrzeugfunks bei der Freiwilligen Feuerwehr München.

1968: Großbrand bei Kamerad Hans Maisinger (An der Würm 26). Die Scheune mit den gesamten Erntevorräten und Maschinen wird vernichtet. Die Abteilung ist 24 Stunden im Einsatz.

1969: Erste Katastrophenschutzübung. In Lochhausen wird im Rahmen des Katastrophenschutzes die erste Großübung durchgeführt - zusammen mit den Abteilungen Aubing, Langwied /Lochhausen.

1970: Als erste der Freiw Feuerwehr München werden alle Kameraden in Erster Hilfe ausgebildet. Der Lehrgang wird in der BRK-Rettungswache Pasing durchgeführt.

Die gesamte Freiw. Feuerwehr München wird mit weißfluoreszierenden Helmen ausgerüstet.

Einführung der Funkfernalarmierung. Die Sirene wird vom Dach des Kameraden Georg Angermair auf das des Alten Wirts (bis 1973) montiert. Bis zur Umrüstung wurde der Alarm nach Telefonanruf per Hand mittels Druckknopf ausgelöst.

1972: Olympiade in München. Während der Zeit der 20. Olympischen Sommer-Spiele vom 25. August bis 12. September sind alle Alarmsirenen abgeschaltet. Die Wehr hat abwechselnd mit den Kameraden der Abteilungen Aubing und Langwied/Lochhausen in 3-tägigem Rhythmus eine Wachbereitschaft von 8-24 Uhr.

1973: 100-jähriges Jubiläum der Wehr. Obermenzing bekommt die „stille Alarmierung“. Es werden 20 Funkwecker übergeben. Diese übernehmen die Aufgabe der Sirene.

1977: Totalrenovierung des Gerätehauses mit Umgestaltung der ehemaligen Dienstwohnung zu Unterrichtsraum, Büro und Besprechungszimmer.

Austausch der persönlichen Ausrüstung: die ledernen Hakengurte werden durch Nylongurte, die Beile mit Holzstiel durch solche mit Gummigriff und die weißen Zivilschutzmasken durch Vollsichtmasken Typ Auer 3 S ersetzt.

1978: Feierliche Übergabe des frisch renovierten Feuerwehrhauses am 16. Septem­ber durch Herrn Bürgermeister Helmut Gittl.

1982: Die Abteilung wird mit zwei Handfunkgeräten ausgerüstet.

1983: Gründung des Fördervereines „Freunde der Freiwilligen Feuerwehr Obermenzing e.V.“ Der Verein wird im Registergericht eingetragen und vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt.

110-jähriges Jubiläum der Wehr im kleinen Rahmen.

1984: Hagelunwetter im Münchner Osten am 12. Juli. Die Abteilung ist drei Tage im Einsatz, um die ruinierten Dachflächen notdürftig mit Folie abzudecken. Von allen angeforderten Kräften wurden insgesamt 3.478 Alarme abgearbeitet.

1990: Katastropheneinsatz durch die Stürme „Vivian“ und „Wiebke“. Die beiden Stürme verwüsten weite Teile Bayerns. Auch München bleibt nicht verschont. Ab Rosenmontag, den 26. Februar, ist die Abteilung an 4 Tagen insgesamt 39 Stunden im Einsatz und bewältigt 67 Alarme.

1993: 120-jähriges Jubiläum der Wehr mit Bewirtung der Gäste in Eigenregie im für die Öffentlichkeit wieder zugänglich gemachten Zehentstadel. Große Schauübung mit Brandhaus, Leistungsprüfung, Verkehrsunfall und einer Wasserwand aus 10 Rohren.

1994: Gründung der Jugendfeuerwehr Bayern im Landesfeuerwehrverband Bayern e.V.

1995: Die Wehr nimmt erstmalig eine junge Frau in den aktiven Feuer­wehrdienst auf.

1998: Bau der Halle für die dritte Fahrzeuggasse in Eigenregie. Die eingebrachte Eigenleistung aller Kameraden beträgt 6.500 Stunden.

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Im 21. Jahrhundert

2002: Erster überörtlicher Einsatz. Hochwasserbekämpfung in Sachsen-Anhalt. Sieben Mann der Abteilung werden im Raum Dessau und Bitterfeld hauptsächlich zum Dammbau und Sichern der Deiche eingesetzt.

2006: Schneenotlage in Bayern. Im Februar wir die Feuerwehr München von der Regierung von Oberbayern zur Katastrophenhilfe nach Miesbach und in den Bayerischen Wald angefordert.

Anfang März versinkt dann München im Schnee. Die Wehr ist zwischen 4. und 8. März ca. 30 Stunden im Einsatz.

Fußball-WM vom 9. Juni bis 9 Juli. Die Wehr ist bei drei Spielen im Einsatz: Zweimal in Bereitschaft zu je zehn Stunden, einmal als Lotse für auswärtige Einsatzkräfte zum Bereitstellungsplatz in der Feuerwache 6.

2007: Die Freiwillige Feuerwehr München feiert das 140-jährige Grün­dungsfest vom 15. bis 17 Juni. Am Freitagabend großer Festakt im Löwenbräukeller. Am Samstag wurden im Olympia-Gelände die MUNICH FIRE GAMES veranstaltet. Bei „Kaiserwetter“ konnten am Sonntag etwa 20.000 Feuerwehrfans auf der Ludwigstraße die Parade der insgesamt 350 Feuerwehrfahrzeuge bestaunen, darunter auch 170 Oldtimer.

2011: Unter dem Motto „ein besonderer Einsatz für die Feuerwehr“ beteiligen sich sieben Kameraden der Abteilung im Team der FF München am 24 h-MTB (Mountainbike)-Rennen im Olympiapark und belegt den beachtlichen 16.Platz.

2013: 140 Jahre Freiwillige Feuerwehr in Obermenzing und 30 Jahre Förder­verein „Freunde der Freiw. Feuerwehr Obermenzing e.V.“ mit Gedenkmesse und anschließendem Weinfest im Zehentstadel.

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